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Bericht für das Magazin "First Drop" des European Coaster Clubs :
Die Bilder wurden mir freundlicherweise von Justin aus dem European Coaster Club zur Verfügung gestellt (www.coasterclub.org) !

Als leidenschaftlicher Achterbahnfan, dessen Wunsch es schon lange war einmal ein detailgetreues Achterbahnmodell zu besitzen, wurde ich eines Tages durch den Bericht und Fotos des 3er Looping Modells von Martin Prause dazu bewogen, es nun selbst einmal zu versuchen. Das Modell war schon lange klar; es sollte der Thriller der Familie Bruch sein – meine damalige Lieblingsachterbahn. Als ich nach zahlreichen Telefonanrufen und zurückgelegten Kilometern genügend Zeichnungen, Maße und Fotos zusammen hatte, sollte es losgehen. Ein zufällig vorhandenes Brett mit genau dem richtigen Verhältnis Länge mal Breite, legte mir dann auch den Maßstab von 1:80 fest. Also begann ich mir aus Schweißstäben, Messing und Polystyrolprofilen meinen Traum zu erfüllen. Seltsamerweise kamen keine großen Probleme auf und somit entstand in der Zeit von etwa 5 Monaten mein erstes Modell. Kaum fertig gestellt, fragte die Fa. Schwarzkopf an, sich mein Modell für die IAAPA ausleihen zu dürfen. Gerne stimmte ich dem zu und somit fand der kleine Thriller schon vor dem Original den Weg über den großen Teich nach Amerika.

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Das 2. Modell des Thrillers wurde dann in 7 Monaten Bauzeit anlässlich der Werner Stengel Ausstellung 2001 in München von mir nahezu komplett aus Stahl gebaut. Diesmal allerdings im Maßstab 1:50 in der Originalfarbgebung von 1986 in Rot/Weiß. Ebenfalls für diese Ausstellung entstand auf Wunsch von Dr. Florian Dering nach den vermutlich einzigen noch existierenden, jedoch leider fast nicht mehr lesbaren Originalplänen von 1908, das Modell der Holzachterbahn von Hugo Haase, ebenfalls im Maßstab 1:50. Diese Bahn wurde wie das Original komplett aus Holz gefertigt und stellte insofern eine Herausforderung dar, da sämtliche Profile aus Platten herausgeschnitten und alle Verbindungen nur mit Holzleim verklebt wurden.

Auf der EAS 2002 lernte ich Herrn Hubert Gerstlauer kennen, der an seinem Stand einige seiner Achterbahnen anhand von Drahtmodellen präsentierte. Einige Monate später erstellte ich für Ihn das erste Modell- einen Familycoaster für das Legoland in Günzburg. Dies sollte der Auftakt für eine ganze Reihe von Achterbahnen aus dem Hause Gerstlauer sein. Es folgten mehrere Ausführungen der noch immer sehr erfolgreichen Euro Fighter Serie. Das Modell des Typhoon für das Bobbejaanland wurde von mir sogar gleich zweimal gebaut. Eine Ausführung wurde damals auf Wunsch des Auftragsgebers, der Familie Schoepen, parallel zum Bau des Originals erstellt und befindet sich heute im Bahnhof der Monorailbahn im Bobbejaanland. Aber nicht nur Euro Fighter Modelle verließen meinen Bastelraum, sondern auch Bobsled,- Spinning- und vor kurzem sogar der erste Launchcoaster aus dem Hause Gerstlauer, der durch die Dreigurtschiene mir allerdings einiges an Kopfzerbrechen bereitete. Entgegen den ersten Coastern, sind die Gerstlauermodelle komplett aus Polystyrol gebaut. Dies erleichtert meine Arbeit ungemein und erlaubt eine erheblich verbesserte Detailgenauigkeit. Ein weiteres Highlight war 2004 die Komplettrestaurierung und Ergänzung des Mindbender Modells welches in den 80er Jahren vom damaligen Schwarzkopf Mitarbeiter Herrn Klein aus Metall gebaut wurde. Auch die Alpina Achterbahn der Familie Bruch wurde von mir detailgetreu im Maßstab 1:80 nachgebaut und steht ebenfalls auf dem Werksgelände der Fa. Gerstlauer. Derzeit befindet sich eine 2. Alpina Bahn im Bau und wird voraussichtlich im Winter fertig gestellt werden. Zu dem Original habe ich eine besondere Beziehung, denn 1996 habe ich in Frankfurt auf dieser Bahn als vermutlich erster in Europa auf einer Achterbahn geheiratet. Damit habe ich mir als Achterbahnfan einen langjährigen Wunsch erfüllt. Doch zurück zu den Modellen. Neben den Achterbahnen sind auch 2 Gerstlauer Karussells gebaut worden. Bei dem ersten handelt es sich um das Taumelkarussell „Krinoline“, dessen Original im Holiday Park steht. Das zweite Modell befindet sich noch im Bau und ist das neue Flugkarussell aus dem Hause Gerstlauer, bei dem die Fahrgäste mittels manuell verstellbarer Flügel selbst die Fahrt gestalten und somit die Zahl der Überschläge bestimmen können.

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Bis heute sind nun insgesamt 19 verschiedene Modelle von mir gebaut worden, bei denen es sich ausschließlich um Standmodelle ohne Funktion handelt. Es existiert auch eine web Seite, “www.Achterbahnmodellbau.de“ die jedoch leider in den letzten Jahren nicht mehr aktualisiert wurde, aber in naher Zukunft völlig neu gestaltet und auf den neuesten Stand gebracht werden wird. Unter meiner e-mail Adresse“ renejachmich@web.de“ können sich auch diejenigen mit mir in Verbindung setzen, die Interesse haben, sich von mir ein Achterbahnmodell bauen zu lassen. Da ich den Modellbau neben meinem Beruf als Lokomotivführer bei der Deutschen Bahn nur als Hobby ausübe, nimmt der Bau eines Modells mitunter mehrere Monate in Anspruch. Aber ich freue mich genauso auf Mails von Achterbahnmodellbauern und Achterbahnfans, denn Weltweite Parkbesuche sind eine weitere Leidenschaft von meiner Frau und mir.

Was haben wir ein schönes Hobby...

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